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Ich bin dann mal weg

Liebes Reisetagebuch,

heute schreibe ich dir aus dem wunderbaren Pollenca. Ein Ort, der vor den Toren der Halbinsel Formentor auf Mallorca liegt.

 
 

Ich darf die wunderschöne Insel im Oktober des Jahres 2022 mit Freunden und Bekannten für zwei Wochen erkunden. Dir, liebes Reisetagebuch, möchte ich meine schönsten fotografischen Werke zeigen. Halte viele leere Seiten für meine Erinnerungen bereit und begleite mich auf eine Reise quer durch Mallorca. In den nächsten Zeilen zeige ich dir bekannte und unbekannte Seiten, Wege und Perspektiven. Also nix wie los...

 
 

Unser Zuhause für die nächsten 14 Tage ist diese wunderschöne Finka zwischen Pollenca und Port de Pollenca, vor den Füßen der Serra de Tramuntana. In einer unscheinbaren kleinen Nebenstraße, hat sich dieses kleine Urlaubsparadies versteckt. Neben einem wunderschönen Garten, können wir uns am Pool entspannen, unter der Veranda frühstücken und am überdachten Grill treffen wir uns abends und teilen das Erlebte mit unser Gruppe. Von hier aus, starten wir jeden Morgen aufs Neue, um die Insel zu erkunden.

 
 

Direkt am Anfang unseres Urlaubs wandern wir zu einer alten, verlassenen Festungsanlage am Hang des Penya des Migdia. Ich kann dir garantieren, dass dieser Weg eindeutig nichts für Menschen mit Höhenangst ist. Sprich, der Weg war nicht für mich geeignet. Meine Ängste hinter mir gelassen, habe ich es bis zum Felsdurchbruch geschafft. Die anschließende Besteigung des Gipfels, lass ich dann ausfallen, da ich ja noch etwas Mut benötige, die kleine, speckige Treppe ohne Geländer, direkt am Abhang zu besteigen, die auf dem Rückweg auf mich wartet. Da ich dir, liebes Reisetagebuch nun dieses wunderbare Erlebnis schreibe, kannst du ganz beruhigt sein: Mir ist nichts passiert. Was daran liegt, dass alle, die mich auf dieser Wanderung begleitet haben, wunderbar auf mich aufgepasst haben.

 
 

Am darauffolgenden Tag haben wir uns einen Strandtag gegönnt. Wir fahren zur Platja de Formentor. Die Aussicht an diesem Strand ist so unfassbar schön, das Mittelmeerwasser so angenehm warm. Hier bleiben wir einige Stunden.

Nach dem Baden, möchte ich mir einen Traum erfüllen und den Leuchtturm am Cap de Formentor in der blauen Abendstunde mit Leuchtspuren abfotografieren. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich dies tatsächlich geschafft habe. Ich bin überglücklich. Auf dem Weg zurück zu unserem Fahrzeug, genießen wir die absolute Stille an diesem Ort. Wir hören nur das Rauschen des Mittelmeers und sehen dem Leuchtfeuer des Leuchtturms zu, wie dies seine Runden zieht. Uns kommen auf dem Weg zum Auto zwei Fotografen entgegen, die wahrscheinlich das gleiche Motiv ablichten möchten. Zuhause am PC werde ich feststellen, dass ich die beiden Fotografen in meinem Foto festgehalten habe. Zwei kleine wellenartige Leuchtstreifen im Bild verraten die Beiden. Als wir mit dem Auto nach Hause fahren, werden wir bestimmt ebenfalls für die Ewigkeit fotografiert: Als Leuchtstreifen auf der Straße zum Leuchtturm Cap de Formentor.

 
 

Überglücklich von dem erfüllten Traum, fahren wir am darauffolgenden Tag zu einer Wanderung in das Trockental Torrent de Pareis.

Der Torrent de Pareis, so steht es in Wikipedia, ist ein nicht ständig wasserführender Sturzbach (Torrent) durch eine Schlucht auf der Baleareninsel Mallorca. Er befindet sich an der Nordwestküste der Insel in den Bergen der Serra de Tramuntana auf dem Gemeindegebiet von Escorca und mündet an der Cala de Sa Calobra (‚Bucht von Sa Calobra‘) ins Mittelmeer.

 
 

Die Schlucht kenne ich bereits von meinem vorangegangenen Mallorcaurlaub. Ich freue mich riesig auf die Wanderung in der Schlucht. Allerdings muss ich nach einigen hundert Metern die Wanderung schon beenden, da der Weg durch einen Bach geht. Ich bin noch leicht erkältet und möchte nicht noch weiter krank werden. Vernunft siegt. Um die Wartezeit auf die anderen zu verkürzen, nutze ich die Zeit zum Fotografieren in der Schlucht und zum Entspannen im Hafen des kleinen Ortes Sa Calobra.

 
 

Abends genieße ich den Sonnenuntergang, bevor es zurück zu unserer Finka geht und wir gemeinsam grillen. Hier oben habe ich eine wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Berge und das Mittelmeer. Einmal mehr muss ich auch an diesem tollen Ort feststellen, dass der Mensch die Schönheit der Natur nur bedingt zu schätzen weiß. Die Sonne nähert sich dem Horizont. Und statt den Sonnenaufgang zu genießen, gehen die meisten Touristen zurück zu ihren Autos. Ein Blick Richtung Sonne haben sie nicht übrig, da es ja was wichtigeres gibt: Die neuesten Storys der Instagram-Stars oder Online-Shopping. Ich allerdings sitze auf einer kleinen Mauer, genieße die letzte Wärme und komme zur innerlichen Ruhe.

 
 

Neuer Tag, neues Glück. Heute möchten wir wandern. Unser Ziel ist der Klosterberg Puig de Maria. Der Weg führt uns vom Parkplatz über viele kleine steile Serpentinen langsam den Berg hinauf. Zuerst sind die Serpentinen noch asphaltiert, zum Schluss hin finden wir speckige, gepflasterte Serpentinen vor. Der Anblick über die Landschaft und die die Berge des Tramuntana-Gebirges lassen den Aufstieg zu keinem Zeitpunkt als anstrengend in unsere Erinnerungen eingehen. Uns kommen den ganzen Aufstieg nur wenige Touristen entgegen. Wir rechnen mit wenig Personen am Kloster, was sich, oben angekommen, auch bestätigt.

 
 

Kaum zu glauben, liebes Reisetagebuch, aber hier oben gibt es neben Übernachtungsmöglichkeiten ein kleines Café. Ich glaube, dass dieses Café das abgelegenste Café auf ganz Mallorca ist. Schließlich kann man die obere Hälfte der Serpentinen nicht mit einem Auto befahren. Schön ist es hier oben auf jeden Fall. Und so angenehm ruhig. Einfach herrlich!

 
 

Ach ja,... Der Aufenthalt am Kloster am gestrigen Tag war wirklich schön gewesen. Daran sieht man wieder, dass es tatsächlich noch Orte gibt, die nicht jeder kennt und man wirklich relativ Alleine sein kann. Am heutigen Tag steht eine Wanderung durch das Boquer Vally zur Bucht Cala Bóquer an. Die Wanderung beginnt an einer Baustelle, geht an einer alten verlassenen Villa vorbei. Zu unserer Linken Seite, begrüßt uns eine Schafherde. Der Weg geht leicht in einer Kurve den Berg hinauf. Und dann liegt das Tal Boquer Vally direkt vor uns. Es ist ein grünes Tal, durch dass sich unser Weg zur Bucht schlängelt. Überall wachsen kleine Stachelpalmen und wilder Rosmarin.

 
 

Ein letzter kleiner Anstieg und dann sehen wir die Bucht in all ihrer Schönheit vor uns liegen. Am Horizont sehen wir die Felsen der Halbinsel Formentor, davor ankert eine Jacht. Im blauen Wasser des Mittelmeeres schwimmen Menschen. Wir wandern die letzten hundert Meter zum Strand herab und suchen uns ein kleines Plätzchen. Hier verbringen wir einige Zeit, bevor wir wieder zurückwandern. Zuhause angekommen, stellen wir fest, dass die Hälfte unseres Urlaubs nun erreicht ist. Wir sind allerdings optimistisch und sagen uns: Immerhin haben wir noch eine Hälfte des Urlaubs vor uns liegen...

 
 

Fortsetzung folgt...



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