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Abenteuer USA - Seattle (Teil 1)

Fahr doch! Drück aufs Gas! Warum muss ausgerechnet diese Ampel so lange Rot sein? Arrrr!!!!

In Kürze schließt sich das Zeitfenster wieder. Während Markus sich über mich amüsiert, stehe ich kurz vor einem Herzinfarkt.

Nachdem wir Miami mit dem Flieger verlassen haben, sind wir nun in Seattle gelandet. Die Stadt im Schatten des Mächtigen Vulkans Mount Rainier. Von diesem Berg habe ich ein Bild im Kopf, dass ich so gerne mein Eigen nennen würde, dass ich dabei echt kein Spaß verstehe. Aber nun mal von vorne.

 
Straße, die auf einen Berg zufährt.
 

Wir sind in Miami am Flughafen und warten am Gate auf unseren Flug. Eigentlich nicht erwähnenswert, wenn da nicht die ein oder andere Kuriosität war. Zum Beispiel eine Nonne, die ein Kleinkind gestillt hat. Oder der Polizeieinsatz an unserem Gate. Da ist es dann auch nicht schlimm, dass die Besatzung für unseren Flug zum Zeitpunkt des Boarding noch nicht da ist. Personen mit Flugangst, hätten spätestens jetzt die Wende vollbracht und ein Mietauto genommen um nach Seattle aufgebrochen. Wir fliegen aber nach Seattle. Es ist zwar nur ein Innlandsflug, trotzdem benötigen wir 6 1/2 Stunden, bis wir in Seattle angekommen sind.

 
Tinyhouse in einem Garten
 

Gegen Mitternacht erreichen wir unsere Unterkunft in einem Vorort von Seattle. Wir übernachten hier die nächsten Tage in einem Tinyhouse in einem Hintergarten in Spanaway. Dies ist eine liebevoll eingerichtetes kleines Häuschen, was auch die schönste Unterkunft auf unseren ganzen USA-Reise sein wird.

Am nächsten Morgen möchten wir in den Mount Rainier Nationalpark aufbrechen. Ich frage Markus, ob wir einen kleinen Umweg von nur 45 Minuten einplanen können. Für USA Verhältnisse handelt es sich hierbei wirklich um einen kleinen Umweg. Es gibt eine Straße die direkt auf den Vulkan zufährt. Diese möchte ich gerne abfotografieren. Markus ist mit diesem Plan einverstanden und so begeben wir uns da hin.

 
Straße, die auf einen Wolkenbedeckten Berg zuläuft.
 

Ich könnte heulen. Da stehe ich nun, auf der anderen Seite der Erdkugel, und sehe nichts... Der Vulkan versteckt sich hinter Wolken. Mit Blick auf den Wetterbericht, wird das auch nichts mehr, so lange wir hier oben in Washington zu Besuch sind. Völlig niedergeschlagen, gehe ich zum Auto zurück und wir fahren weiter Richtung Nationalpark. Auch wenn wir nun schon ein paar Tage in den USA sind, kann ich es immer noch nicht realisieren, wo ich gerade bin. Im Nordwesten der USA. Entsprechend gleitet die Landschaft durch die Fenster unseres Mietfahrzeugs an mir vorbei, als wäre alles nur ein Traum. Die Straßen werden immer leerer, die Landschaft immer weißer. Im Nationalpark angekommen liegt Schnee. Wir haben nicht nur die Ostküste mit der Westküste getauscht, sondern auch die Sommertemperaturen gegen Wintertemperaturen.

 
Schneebedecktes Haus mit Eiszapfen.
 

Bevor wir allerdings Eintritt in den Park gewährt bekommen, teilt uns Brain, ein Parkranger des Nationalparks mit, dass wir diesen Park nur mit Schneeketten befahren dürfen. Und die nächste Verleihstation liegt zehn Meilen zurück, in einem ukrainischen Restaurant. Also begeben wir uns dorthin und fahren anschließend wieder durch das Eingangstor des Mount Rainier Nationalparks.

 
Eingangstor des Mount Rainier Nationalparks
 

Brain wartet bereits auf uns. Es scheint so, als sei er froh uns zu sehen. An diesem Tag sind nicht viele Besucher in dem Park unterwegs. Naja das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir in der absoluten Nebensaison unter der Woche nachmittags in den Park fahren. Aber dies ist nur eine wage Vermutung. Wir unterhalten uns sehr lange mit Brain. Er ist ein sehr netter und aufgeschlossener Mensch. Sollten wir das Aussehen von Brain beschreiben, verweisen wir auf Eure Vorstellungskraft. Brain sieht aus, wie ein typischer Parkranger. Ein älterer, schlanker Mann mit Brille und weißen Haaren und einem Weihnachtsmannbart. Mit dem typischen Rangerhut, könnte man sogar von einem Musterranger ausgehen. Da nichts los ist, bitte ich Markus darum, Brain zu fragen, ob wir zu dritt nicht ein Erinnerungsfoto schießen können. Allerdings bietet sich hierfür nicht mehr die Gelegenheit. Im Rückspiegel kündigt sich tatsächlich ein weiteres Fahrzeug an. Wir rollen los und fahren die schmale Straße zwischen gigantischen, schneebedeckten Mammutbäumen, entlang.

 
Straße zwischen Mammutbäumen
 

Weit kommen wir nicht. Nicht etwa, weil wir Problemen mit den Schneeketten haben. Die brauchen wir gar nicht. Sondern, weil die Straße nach einigen Meilen für den Verkehr gesperrt ist, da der Schnee viel zu Hoch liegt. Wir parken kurz vor der Sperrung, laufen bisschen durch den Schnee und entdecken eine Holzbrücke. Über diese laufen wir, spazieren etwas durch den Schnee und begeben uns danach zum Auto zurück. Wir vermissen die Wärme aus Florida. Uns ist kalt. Wir fahren zurück zu unserer Unterkunft.

 
Schneebedeckte Holzbrücke.
 

Bevor wir in unsere Unterkunft zurückkehren, essen wir noch zu Abend. Wir haben ein amerikanisches Dinner gefunden, wo wir morgens frühstücken und abends Abendessen zu uns nehmen können. Wir essen hier wirklich jeden Morgen und fast jeden Abend. An diesem Abend sind wir so hungrig, dass wir der Bedienung, die uns gerade die Rechnung auf den Tisch gelegt hat, mitteilen, dass wir mehr Essen benötigen. Die Bedienung, ein junger Mann, schaut verwirrt. Das hat er so auch noch nicht erlebt.

 
Schneebedeckter Holzsteg
 

Nach der zweiten Bestellung sind wir nicht nur statt, sondern auch müde. Wir begeben uns zu unserer Unterkunft und legen uns auch direkt ins Bett. Unter der dicken Federdecke schlafen wir relativ schnell ein. Der Regen, der mittlerweile eingesetzt hat und gleichmäßig an das Fenster prasselt gönnt uns einen erholsamen Schlaf.


Liebes Reisetagebuch,

warum sind deine Seiten so klein? Ich habe dir erst von meinem ersten Tag im US Bundesstaat Washington berichtet? Naja, macht nichts. Dann beende ich hier meinen Eintrag, blättere um und lass dich auf der nächsten Seite Teil haben an den anderen Tagen, hier im hohen, schneebedeckten Norden der USA.


Bis bald (Fortsetzung folgt).





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